Kennzahlen & Ausblick

Sitz der Gesellschaft ist München.
Die I.G. Pflanzenzucht GmbH verfügt derzeit über 29 Mitarbeiter, davon zwölf im Außendienst und vier Mitarbeiter für die aktive Betreuung der Auslandspartner.
In den Gesellschafterbetrieben umfasst das wissenschaftliche Personal, das sich mit der Züchtung neuer Sorten beschäftigt, ca. 30 Personen. Die Getreidezuchtgartenfläche der IG-Gesellschafter liegt bei etwa 250 ha. Jährlich investieren unsere Gesellschafter etwa 10 Mio. € in die Getreidezüchtung mit dem Ergebnis, dass europaweit jedes Jahr ca. 10 neue Sorten der verschiedenen Getreidearten eingetragen werden.

Marktanteil nach Kleffmann

Marktanteile der I.G. Pflanzenzucht GmbH des Segmentes Winterweizen.

Marktanteil nach Kleffmann

Ausblick

Landwirtschaft und damit auch die Pflanzenzüchtung stehen vor erheblichen Herausforderungen. Landwirtschaft ist für die Ernährungssicherung verantwortlich, liefert zunehmend Energie und Rohstoffe für die verarbeitende Industrie. Gleichzeitig werden die Produktionsbedingungen angesichts Klimawandel, Einengung des Kulturartenspektrums neuer Fruchtfolgen, zunehmender Umweltauflagen, Reduzierung von Pflanzenschutz und Dünger usw. immer schwieriger.
 

Die Landwirtschaft braucht daher dringender denn je Pflanzenzüchtung als Basis für ihre Tätigkeit und ihre Aufgaben. Motor des züchterischen Fortschritts, vor allem in der Getreidezüchtung, sind die mittelständisch strukturierten Pflanzenzüchter, wie die Gesellschafter der I.G. Pflanzenzucht GmbH. Diese mittelständische Züchterstruktur in Deutschland gewährleistet einen gesunden Wettbewerb generell mehrheitlich mit entsprechend hohem Züchtungsfortschritt. Die Pflanzenzüchter in Deutschland geben mehr als 16 % ihres Umsatzes für die Forschung und Entwicklung aus, das ist weit mehr als die meisten, wesentlich größeren Wirtschaftszweige einsetzen. Gleichzeitig wird jedoch das Marktvolumen für Getreide immer kleiner. Die Schere zwischen der Entwicklung der Anbauflächen und der Verwendung von Zertifiziertem Saatgut driftet auseinander, insbesondere bei Winterweizen. Der Saatgutwechsel für die in Deutschland größte Fruchtart Winterweizen beträgt nur noch 42 %. Durch die sinkende Verwendung von Zertifiziertem Saatgut wird der Pflanzenzüchtung ihre wichtigste Refinanzierungsquelle zur Züchtung neuer Hochleistungssorten zunehmend entzogen. Daher ist es eine der wesentlichen Aufgaben für die Zukunft, den Nachbau von eigenem Saatgut einzuschränken und den Umsatz von Zertifiziertem Saatgut wieder deutlich zu steigern.