9. August 2017 Triticale

TENDER PZO bringt Trockenmasse auf die Waage

Die Substratgewinnung für Biogasanlagen hat sich in den letzten Jahr diversifiziert. Dies hat gute Gründe. Zum einen ist das Ziel, bestimmte Fruchtfolgen einzuhalten.  Weiterhin bietet die Züchtung in den letzten Jahren neue GPS-Wintergetreidesorten an, die vom Potenzial deutlich besser sind als noch vor 5 Jahren. Eine Strategie zu wählen, die nicht nur auf Mais setzt, beinhaltet auch eine Risikominimierung, um sein Substrat auch sicher zu ernten.

Die GPS-Wintertriticale braucht den Vergleich zu Mais nicht zu scheuen. Die Erträge auf Eschböden, beispielsweise in Weser-Ems am Standort Werlte, lagen in den letzten 2 Jahren um die 19 to TM/ha. Unter sehr trockenen Bedingungen kann der Ertrag auch mal niedriger ausfallen. Das Potenzial von Wintertriticale wird auf den wasserführenden Standorten besonders deutlich. Hier reichen die Erträge je nach Jahr bis zu 22 to TM/ha heran.

TENDER PZO, vor 2 Jahren zugelassen, stellt eine neue Ertragsklasse da. Er schnitt in den Landessortenversuchen 2016 und 2017 in NRW und Niedersachen als ertragsstärkste GPS-Wintertriticale ab. Die Sorte ist frohwüchsig, standfest und gesund und hat eine hohe Saatzeitflexiblität. Das Bundessortenamt  hat mit der Trockenmassenote 8/8 (unbehandelt/behandelt) mit Abstand die höchste Ertragsbewertung alle Sorten vergeben. Wir empfehlen Ihnen, TENDER PZO für die Herbstaussaat 2017 anzubauen.

Nach der GPS-Ernte im Juni empfehlen wir, die Fruchtfolgen weiter aufzubrechen mit neu gezüchteten GPS-Hafersorten. Hier bieten sich PINNACLE und als Neuzulassung MEPHISTO PZO an, die beste TM-Erträge und Gesundheit mitbringen. Diese Sorten sollten dann bis Mitte Juli gesät und bis Ende Oktober geerntet werden. Hier können, je nach Wasserversorgung, 7-8 to TM/ha nochmals erwartet werden. GPS-Hafer bietet sich übrigens auch für die Verfütterung an. Der Zweitfruchtanbau ist auch mit Sommertriticale SOMTRI oder TEAM PZO möglich.