11. September 2017 Weizen

E-Weizen MOSCHUS bringt Erträge wie qualitätsstarke A-Sorten mit E-Qualität

Der E-Winterweizen MOSCHUS überzeugte bereits im Frühjahr 2017 durch gute Blattgesundheit (v.a. Mehltau, Septoria und Gelbrost). Durch die gute Fusariumresistenz (BSA-Note 3, BSA = Bundessortenamt) eignet sich MOSCHUS nach Vorfrucht Mais.

Trotz der extremen Niederschläge im Juni/Juli 2017 hat MOSCHUS eine gute Standfestigkeit gezeigt. Auch regional unterschiedliche Frühjahrstrockenheit in Brandenburg bis Ende Mai machte der Sorte kaum zu schaffen.

Für Rohproteingehalt, Sedimentationswert und Fallzahl wurde vom BSA jeweils die Bestnote 9 vergeben. Die Fallzahl wird als stabil (+) bewertet.

MOSCHUS erreichte 2017 Erträge mit 96-99% relativ von den Versuchsmittelwerten (LSV) in verschiedenen Anbaugebieten (Tab. 1) und drischt auf dem Niveau qualitätsstarker A-Weizensorten. Auch konnte MOSCHUS auf sehr hohem Ertragsniveau über 100 dt/ha (Tab. 1) hervorragend mithalten.

 

Tabelle 1: Erträge von E-Weizensorte MOSCHUS in verschiedenen Weizenanbaugebieten (LSV 2017)

Anbaugebiet Bundesland Versuchsmittel (dt/ha) Relativertrag (%) Anzahl Versuche
Tertiärhügelland/Gäu BY 108,2 97 6
Lößboden ST/SN/TH 102,0 96 8
Hügelland/Jura BY 101,3 99 3
D-Nord BB 98,8 97 2
Hessen HE 96,3 98 4
Oderbruch BB 89,4 98 1
Rheinland-Pfalz RP 89,3 96 3
Fränkische Platte BY 88,2 99 3

Quellen: Landessortenversuche (LSV) versch. Bundesländer.

 

Ertrag und Qualität von MOSCHUS wurden zusätzlich in zwei N-Düngungsversuchen in Brandenburg getestet (Anbaugebiete Nauener Platte/Havelland und Uckermark). In beiden Versuchen wurde die N-Spätdüngung zum Fahnenblatt (BBCH 39) bzw. zum Ährenschieben (BBCH 51) nach Vorlagen von 130 kg N/ha bzw. 160 kg N/ha variiert (Tab. 2 und 3). Günstige Weizenstandorte mit hoher Ertragsfähigkeit wurden gewählt, um Verdünnungseffekte beim Eiweißgehalt zu provozieren.

An beiden Standorten konnten in der besten N-Variante ca. 90 dt/ha mit klar über 14,0% Rohprotein (E-Weizenqualität!) erreicht werden (Tab. 2 und 3). Ebenso lagen die Fallzahlen mit über 300 s auf sicherem E-Weizenniveau.


Tabelle 2: Erträge und Qualität von E-Weizen MOSCHUS auf der Nauener Platte 2017 (N-Vorlage: 130 kg N/ha)

N-Menge spät (kg/ha) N gesamt (kg/ha) Termin (BBCH) Ertrag (Mittel, dt/ha) Eiweißgehalt (Mittel, %) Fallzahl (s)
0 210 39 84,4 12,3 345
80 210 39 89,5 14,5 409
80 210 51 89,3 14,7 360
40/40 210 39/51 89,0 15,0 383


Quelle: Eigene Versuche IGP


Tabelle 3: Erträge und Qualität von E-Weizen MOSCHUS in der Uckermark 2017 (N-Vorlage: 160 kg N/ha)

N-Menge spät (kg/ha) N gesamt (kg/ha) Termin (BBCH) Ertrag (Mittel, dt/ha) Eiweißgehalt (Mittel, %)
0 160 39 83,2 13,9
40 200 39 89,0 14,2
80 240 39 88,3 15,1
80 240 65 85,6 15,4

Quelle: Eigene Versuche IGP


In den bayerischen LSVs wurde ein mittlerer Eiweißgehalt von 14,0% (n = 12) sowie hohe und stabile Fallzahlen von 315 bis 502 s  ermittelt.

Damit bieten wir Ihnen mit MOSCHUS einen ertragsstarken und qualitätssicheren E-Weizen, der geringen Aufwand in der Bestandsführung erfordert.