IG Pflanzenzucht
IG Pflanzenzucht

Pflanzenzüchter im Dialog

Pflanzenzüchter im Dialog mit Bundesministerin Schavan über den Innovationsstandort Deutschland




Bundesministerin Annette Schavan besuchte am 12. Juli 2011 die Pflanzenzucht Oberlimpurg (PZO) und informierte sich über den Beitrag der Pflanzenzüchtung zur Bewältigung globaler Herausforderungen. Stephanie und Dr. Peter Franck, Inhaber des international tätigen Familienunternehmens, veranschaulichten in den Zuchtgärten am Beispiel von Projekten zu Frühreife bei Winterweizen und zu Getreidefruchtfolgen sowie Aktivitäten in der Sojazüchtung konkrete Ansätze der Pflanzenzüchter zur Lösung der weltweit drängenden Probleme wie Klimawandel, Sicherung der Welternährung oder Bereitstellung erneuerbarer Energien. "Forschung und Entwicklung sind der Motor für Innovationen in Deutschland. Die Pflanzenzüchtung wendet über 16 Prozent ihres Umsatzes für diesen Bereich auf – und damit mehr als die meisten anderen Wirtschaftszweige. Um auch weiterhin derart zukunftsgerichtet arbeiten zu können, brauchen wir innovationsfreundliche Rahmenbedingungen", erläuterte Dr. Kartz von Kameke, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP).

In ihren Forderungen beschränken sich die Pflanzenzüchter nicht nur auf die zielgerichtete Ausgestaltung von öffentlichen Forschungsprogrammen als wesentliche Grundlage für die Züchtungsarbeit in Deutschland. Sie sehen auch in der steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung sowie in dem Schutz des geistigen Eigentums – besonders im Bereich des Nachbaus – wesentliche Faktoren, um die Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandortes Deutschland sicherzustellen. Schavan unterstrich in diesem Kontext die Bedeutung, aber auch die Verantwortung der Bundesregierung, durch geeignete Maßnahmen das Entwicklungspotenzial in Deutschland zielgerichtet zu unterstützen und somit verfügbar zu machen. Sie kündigte an, sich verstärkt für die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung einzusetzen.

Die Pflanzenzüchter überreichten der Bundesministerin das Strategiepapier "Schlüsseltechnologie Pflanzenzüchtung" der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e. V. (GFP), in dem sie konkrete Handlungsfelder zur Realisierung der Bioökonomie als Alternative zum erdölbasierten Wirtschaften sowie notwendige Infrastrukturen und neue Technologien aufzeigen. Schavan versprach die Vorschläge im Ministerium zu prüfen und in weitere Diskussionen im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 einfließen zu lassen."




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